Neubau Gemeinschaftsschule Vorstadt Ratzeburg
Der Schulverband Ratzeburg plant den Neubau einer Gemeinschaftsschule auf dem Gelände der Vorstadtschule Ratzeburg, Mechower Straße 44. Der 2- bis 3-geschossige Neubau in U-Form wird nicht unterkellert und erhält Flachdächer. Der Erweiterungsbau steht separat, ein direkter Anschluss an die Bestandsgebäude der Liegenschaft erfolgt nicht.
Es entsteht eine Gesamt-Nutzfläche von ca. 3.200 m².

Der Neubau erhält 4 WC-Kerne. Sämtliche Klassenzimmer werden mit Waschbecken ausgestattet. Die Küche der Mensa im Erdgeschoss erhält die Ausstattung einer Ausgabeküche. 2 Putzmittelräume, der Hausmeisterraum, der Erste-Hilfe-Raum und der Technikraum erhalten Ausgussbecken bzw. Waschtische. Die Fachklassen erhalten Einrichtungen mit integrierten Sanitärobjekten.
Die Wärmeversorgung des Erweiterungsbaus erfolgt über das vorhandene Fernwärmenetz der Schule, welches von einer Heizzentrale eingespeist wird, die von den Vereinigten Stadtwerken auf dem Schulgelände betrieben wird. Um den, nach Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) erforderlichen regenerativen Anteil für den Erweiterungsbau abzudecken, ist mit der VSG vereinbart, dass die Heizzentrale im Rahmen des bestehenden Wärmelieferungsvertrages um ein Blockheizkraftwerk mit einer thermischen Leistung von mind. 30 kW erweitert wird. Zusätzliche Baukosten entstehen dem Bauherrn hierdurch nicht.
Für die Küche ist die Installation einer Zu- und Abluftanlage erforderlich, um die anfallenden Wärme- und Stofflasten abzutransportieren. Das Lüftungszentralgerät mit den Funktionen Filtern, Wärmerückgewinnung und Heizen soll als Kastengerät im Technikraum neben der Küche zur Aufstellung kommen. Die Außenluft wird über ein Wetterschutzgitter in der Außenwand angesaugt, die Fortluft wird in einem bauseits brandgeschotteten Schacht über Dach geführt. Um die anfallenden Gerüche sicher abzuleiten wird der Fortluftauslass auf dem Dach des 1. Obergeschosses mittels eines runden Edelstahlrohres über das Dach des 2. Obergeschosses geführt.
Für die beschriebenen Heizungs- und Lüftungsanlagen ist der Aufbau einer modernen Regelungsanlage mit vorprogrammierten DDC-Reglern geplant. Über den Schaltschrank in der Technikzentrale im Erdgeschoss sind die Betriebszeiten, Solltemperaturen usw. der Anlagen einstellbar. Etwaige Stör- und Alarmmeldungen werden am Display des dortigen Controllers angezeigt, die Installation eines zusätzlichen Gebäudeleitrechners ist aus Kostengründen nicht vorgesehen.