Park-Klinik Manhagen
Gebäude
Die Parkklinik Manhagen in Großhansdorf plant den Anbau einer Unfallchirurgie. Das vorhandene Hauptgebäude wird auf der Nordseite um einen 3-geschossigen Anbau zzgl. Unter- und Staffelgeschoss erweitert.
Im 1. und 2. Obergeschoss sowie im Staffelgeschoss entstehen Bettenzimmer mit Bädern, Arzt-, Aufenthalts- und Personalräume sowie unreine Arbeitsräume und WC-Räume. Im Erdgeschoss sind eine Diagnostik mit Radiologie, Behandlungs- und Arztzimmern sowie eine Lobby, ein Speiseraum und eine Küche für das gesamte Haus geplant. Im Untergeschoss entstehen eine OP-Abteilung mit 4 OP-Sälen, Räume für die zentrale Betriebstechnik, Lagerräume sowie eine Erweiterung der bestehenden zentralen Sterilisation.
410 Abwasser-, Wasser-, Gasanlagen
411 Abwasseranlagen
Aus dem geplanten Objekt fällt, mit Ausnahme der Küche, normales häusliches Schmutzwasser an. Einschließlich des 2. Bauabschnitts ist die Installation von 200 Anschlusswerten (DU) vorgesehen.
Das aus den Entwässerungsobjekten anfallende Schmutzwasser wird über Kunst-stoffrohrleitungen (HT-Rohr) in Installationswänden und im Fußbodenaufbau bzw. über Sammelleitungen aus Gussrohr (SML-Rohr) im Deckenhohlraum zusammengeführt. Über Fallleitungen aus Gussrohr erfolgt die Ableitung direkt bzw. über Verziehungen im Untergeschoss an Grundleitungen unter der Gebäudesohle. Sämtliche Fallleitungen werden mit einer Hauptlüftung über Dach und einer Revisionsöffnung im Untergeschoss versehen. Das aus den Entwässerungsobjekten im Untergeschoss anfallende Schmutzwasser wird über Kunststoffrohrleitungen direkt an Grundleitungen unter der Sohle angeschlossen.
Unter der Gebäudesohle werden die Grundleitungsanschlüsse über Kunststoffrohrleitungen (PP-Rohr) zu 2 Hauptleitungen DN 150 zusammengefasst. Aufgrund der Länge der Leitungen unter der Sohle sind Revisionsschächte im Fußboden geplant.
Das aus der geplanten Küche im Erdgeschoss anfallende, fetthaltige Schmutzwasser wird über beschichtete Gussrohrleitungen (KML-Rohr) zusammengefasst und über eine separate Grundleitung unter der Sohle DN 150 einem Fettabscheider in den Außenanlagen zugeführt.
Entsprechend den Anforderungen der Muster-Leitungsanlagen-Richtlinie werden die Schmutzwasserleitungen an Deckendurchführungen und Brandabschnittsquerungen mit Brandschutzmanschetten versehen.
412 Wasseranlagen
Im Technikbereich des Untergeschosses ist ein neuer Hausanschluss durch das Wasserversorgungsunternehmens vorgesehen. Über ein rückspülbares Filter erfolgt der anschluss an den Wasserzähler.
Für die Warmwasserbereitung wird ein Speicherladesystem mit einer Legionellendesinfektionsschaltung installiert, sowohl das nachströmende Kaltwasser als auch das zurückgeführte Zirkulationswasser werden vollständig thermisch desinfiziert.
Zur Versorgung der Küche und der neuen Heizkesselanlage ist die Installation einer automatischen Trinkwasserenthärtung mit Dosiereinrichtung vorgesehen. Für die Belange der zentralen Sterilisation und der raumlufttechnischen Anlagen wird eine Umkehrosmoseanlage zur Vollentsalzung benötigt.
Die Wasserverteilung erfolgt in Kupferrohr, das enthärtete und vollentsalzte Wasser wird in Edelstahlrohren geführt. Im Technikbereich werden die Rohrleitungen frei verlegt, im weiteren Verlauf in Decken- und Installationshohlräumen. Parallel zu den Schmutzwasserfallleitungen werden absperrbare Steigleitungen in Installationsschächten durch die Geschosse geführt. Der Anschluss der Sanitärobjekte erfolgt, raumweise absperrbar, jeweils aus dem Deckenhohlraum. Lediglich die Verteilung für die OP-Abteilung im Untergeschoss erfolgt aus Platzgründen innerhalb des Fußbodens.
Die Zirkulationsleitungen werden jeweils bis an die Entnahmestellen geführt. Über thermostatisch arbeitende Zirkulationsdrosselventile wird ein energiesparender hydraulischer Abgleich realisiert.
Die Wasserrohrleitungen und Armaturen werden im Untergeschoss und in den Steigeschächten mit einer dampfdiffusionsdichten Isolierung bzw. Wärmedämmung aus Mineralwolle versehen, in Sichtbereichen erfolgt eine zusätzliche Kunststoffummantelung. Innerhalb der Installationswände und im Fußbodenaufbau sind Kautschuk-Dämmschläuche geplant.
An Deckendurchführungen und Brandabschnittsquerungen werden Brandschutzmanschetten oder entsprechende Schäume nach MLAR eingesetzt.
Es sind wandhängende WC-Anlagen und für Krankenhäuser geeignete Waschtische (ohne Überlauf) aus weißem Sanitärporzellan vorgesehen. Die Duschen werden bodengleich mit Bodenabläufen und Duschvorhängen ausgebildet. Die WC-Anlagen erhalten Wandeinbau-Spülkästen mit Wasserspartasten. An den Waschtischen sind wandmontierte Einhebel-Mischbatterien geplant. Die Waschtische in den Arzt- und Behandlungsräumen sowie in der OP-Abteilung werden mit Unterarm-Bedienhebeln ausgestattet. Die Putzmittelräume erhalten Ausgussbecken mit Wand-Mischbatterien.
Die Bäder und Sanitärräume werden mit den erforderlichen Hygienegeräten ausgestattet, die Behinderten-gerechten WC-Räume erhalten die benötigte Sonderausstattung.
Die Einrichtungen der Küche und der zentralen Sterilisation werden an Trinkwasser, enthärtetes Wasser und VE-Wasser angeschlossen, Spezialarmaturen werden geliefert.
Die Küche, die zentrale Sterilisation und die Technikzentralen erhalten Bodenabläufe.
Zwei 1-Bett-Zimmer im Staffelgeschoss werden als „Isolierzimmer“ mit WC-Anlagen mit integriertem Steckbeckenspüler ausgestattet.
413 Gasanlagen
Für die Wärmeerzeugungsanlage wird ein neuer Gas-Hausanschluss durch das Energieversorgungsunternehmen hergestellt.
An den neuen Gaszähler in den Technikflächen im Untergeschoss wird in lackiertem Stahlrohr angeschlossen und, unter Einbau der erforderlichen Sicherheitsarmaturen, an die geplanten Heizkessel und das Blockheizkraftwerk verrohrt.
419 Abwasser-, Wasser-, Gasanlagen, Sonstiges
Im Bestand sind kleinere Demontage- und Umbauarbeiten erforderlich Zur Aufrechterhaltung des Betriebs sind Kostenansätze für Provisorien enthalten.
420 Wärmeversorgungsanlagen
421 Wärmeerzeugungsanlagen
In den Technikflächen im Untergeschoss wird eine neue Heizkesselanlage mit einer Gesamtleistung von ca. 1.000 kW aufgebaut, über die der Anbau sowie die vorhandenen Gebäudeteile mit Wärme versorgt werden. Die beiden im Bestand vorhandenen Heizkesselanlagen werden stillgelegt.
Vorgesehen ist der Einbau von 2 Gas-Niedertemperaturkesseln mit nachgeschalteten Abgaswärmetauschern zur Brennwertnutzung.
Ergänzt wird die Anlage durch ein Blockheizkraftwerk mit einer thermischen Leistung von ca. 200 kW, das wärmegeführt die Heizgrundlast übernehmen soll.
Die neue Wärmeerzeugungsanlage erhält eine automatische Druckhaltung mit Entgasung und Nachspeisung, die Wärmeerzeuger werden zusätzlich einzeln abgesichert.
Die Abgase werden mittels 3 doppelwandigen Edelstahl-Schornsteinen sichtbar über das Dach des Anbaus geführt.
Für den Anbau wird, wie in Kostengruppe 412 beschrieben, ein Speicherladesystem mit Legionellendesinfektionsschaltung aufgebaut.
Die Wärmeerzeugungsanlage erhält eine Mess-, Steuer- und Regelungsanlage in DDC-Technik mit übergeordnetem Gebäudeleitrechner (siehe Kostengruppe 480).
422 Wärmeverteilnetze
Über eine hydraulische Weiche speisen die Wärmeerzeuger einen Vor- und Rücklaufverteiler in der Heizzentrale im Untergeschoss. Für die OP-Abteilung, das komplette Erdgeschoss einschließlich der zentralen Sterilisation, die Bettengeschosse, die einzelnen raumlufttechnischen Anlagen und die zentrale Warmwasserbereitung werden separate, geregelte Heizkreise aufgebaut. Für die in der Teilklimaanlage der OP-Abteilung vorgesehenen Nacherhitzer wird eine weiterer, kleinerer kombinierter Vor- und Rücklaufverteiler vorgesehen.
Sämtliche Heizkreise werden auf dem Verteiler mit Absperrventilen, Schmutzfängern und Rückschlagklappen in geflanschter Ausführung versehen. Die witterungsgeführt geregelten Heizkreise erhalten energiesparende elektronisch geregelte Umwälzpumpen, die Anschlüsse der RLT-Anlagen und der Warmwasserbereitung stufig schaltbare Umwälzpumpen und Strangregulierventile.
Die auf dem Heizkreisverteiler bzw. an den Lüftungszentralgeräten vorgesehenen Drei-Wege-Regelventile werden aus der MSR-Technik angesteuert.
Die Leitungsverlegung erfolgt in den Technikflächen sichtbar, die weitere Verteilung dann über einen zentralen Steigepunkt und in den Deckenhohlräumen, in den oberen Geschossen als untere Verteilung. Der Anschluss der Heizkörper innerhalb der Geschosse erfolgt vornehmlich aus den Wänden, raumhohe Heizkörper werden direkt aus der Decke angeschlossen.
Die Wärmeverteilung innerhalb des Gebäudes ist in Stahlrohr vorgesehen, die kleineren Dimensionen in Installationswänden und im Fußbodenaufbau werden in Kupferrohr ausgeführt.
Die beschriebenen Rohrleitungen und Armaturen werden im Wesentlichen mit Mineralwolle wärmegedämmt, in Sichtbereichen mit Kunststoff und in stoßgefährdeten Bereichen mit Blech ummantelt. Innerhalb von Bauteilen sind Kautschuk-Dämmschläuche geplant.
An Deckendurchführungen und Brandabschnittsquerungen werden Brandschutzmanschetten bzw. entsprechende Schäume nach MLAR eingesetzt.
423 Raumheizflächen
Der Anbau erhält durchgängig leicht zu reinigende Heizflächen mit entsprechenden Hygienezertifikaten. Für die Bettenzimmer, Arzt- und Behandlungsräume, die Sanitärräume sowie die zentrale Sterilisation und die Nebenräume der OP-Abteilung sind Planheizkörper mit verstärkter Frontplatte und ohne Konvektionsbleche geplant. Im Eingangsbereich, der Lobby, der Küche und den Fluren sind Röhrenheizkörper mit vergrößertem Gliederabstand vorgesehen. Der Windfang erhält Überflur-Konvektoren.
Die in den OP-Sälen und allen weiteren Räumen der RLT-Raumklasse I erforderlichen Heizkörper werden aus hygienischen Gründen wandbündig eingebaut.
Die Heizflächen erhalten Thermostatventile, in allgemein zugänglichen Bereichen mit zusätzlicher Sicherung, sowie voreinstellbare und absperrbare Rücklaufverschraubungen.
429 Wärmeversorgungsanlagen, Sonstiges
Im Bestand sind Demontage- und Umbauarbeiten erforderlich Zur Aufrechterhaltung des Betriebs sind Kostenansätze für Provisorien enthalten.
430 Lufttechnische Anlagen
431 Lüftungsanlagen
Die Bettengeschosse erhalten eine Be- und Entlüftungsanlage mit einer Luftleistung von ca. 4.000 m³/h, deren Zuluft zusätzlich gekühlt wird, um die sommerlichen Kühllastspitzen zu mildern. Eine vollständige Kühlung auf max. 26°C Raumlufttemperatur erfolgt jedoch nicht.
Das Lüftungszentralgerät mit den Funktionen Filtern, Wärmerückgewinnung, Heizen und Kühlen kommt im Dachraum über dem Staffelgeschoss zur Aufstellung. Für die Außen- und Fortluft werden Wetterschutzgitter in die Dachhaut eingebaut.
Über mehrere Steigeschächte erfolgt die Luftverteilung in die Deckenhohlräume der Bäder und der Bettenzimmer. Über Tellerventile in den Bädern werden hier je 100 m³/h abgesaugt, die gleiche Luftmenge wird über Lüftungsgitter konditioniert den Vorräumen der Bettenzimmer zugeführt, so dass eine Überströmung über die jeweilige Tür zum Bad erfolgt.
Weitere Funktionsräume in den oberen Geschossen werden mechanisch entlüftet, zum Ausgleich der Luftbilanz wird je ein Dralldurchlass mit Brandschutzgehäuse in der Flurdecke positioniert.
Die Küche und die angrenzende Speiseraum erhalten eine kombinierte Zu- und Abluftanlage mit einer Luftleistung von ca. 12.000 m³/h und den thermodynamischen Funktionen Filtern, Wärmerückgewinnung und Heizen.
Für die Außen- und Fortluft werden im Bestand vorhandene Kanäle verwendet, wobei die Ansaugung 3,0 m über Gelände erfolgt.
Die aus dem Produktionsbereich der Küche über 3 Ablufthauben aus Edelstahl sowie Dralldurchlässe in der Abhangdecke abgeführte Abluftmenge wird mittels einer UV-Licht-Anlage gereinigt. Die entsprechende Zuluftmenge wird über Dralldurchlässe von der Decke zugeführt.
Die an den Technikbereich im Untergeschoss angrenzenden Umkleideräume werden über ein Flachgerät mit den Funktionen Filtern und Heizen und einer Luftleistung von ca. 700 m³/h be- und entlüftet.
Die in den Technikflächen im Untergeschoss entstehenden Verteilerräume für die allgemeine und die Sicherheitsstromversorgung werden zur Abfuhr der Gerätewärme mechanisch entlüftet. Zur Luftnachströmung werden Brandschutzklappen in die Wände eingebaut.
Die Luftverteilung erfolgt über Kanäle und Rohre aus verzinktem Stahlblech, nach Erfordernis fettdicht in Edelstahlausführung. Die projektierten Luftmengen werden über Volumenstromkonstanthalter mit nachgeschalteten Rohrschalldämpfern sichergestellt.
Sämtliche Zuluftleitungen sowie die Abluftleitungen der Küche und in der Zentrale werden mit Mineralwolle wärmegedämmt, die Außenluft-berührten Kanäle werden mit Kautschuk-Platten dampfdiffusionsdicht isoliert.
Die Durchdringungen von Geschossdecken und Brandabschnittswänden werden durch Brandschutzklappen, bei Bedarf mit Motorantrieb, gegen die Übertragung von Feuer und Rauch gesichert.
Die Lüftungsanlagen werden auf die geplante Mess-, Steuer- und Regelungsanlage in DDC-Technik mit übergeordneter Gebäudeleittechnik (siehe Kostengruppe 480) aufgelegt.
Die Planung der Lüftungsanlagen erfolgt nach den einschlägigen Vorschriften, für die Küche insbesondere nach der VDI-Richtlinie 2052.
432 Teilklimaanlagen
Die OP-Abteilung erhält eine gemeinsame Teilklimaanlage mit der zentralen Sterilisation. Das Lüftungszentralgerät in Hygieneausführung mit einer Luftleistung von ca. 18.500 m³/h und den Funktionen Filtern, Wärmerückgewinnung, Heizen, Kühlen und Befeuchten kommt in der Lüftungszentrale im Untergeschoss zur Aufstellung. Die Luftbefeuchtung wird über einen hygienisch unbedenklichen Hybridbefeuchter realisiert.
In den 4 OP Sälen (Raumklasse I) kommen Umluftdecken mit einem ca. 3,20 x 3,20 Meter großen Schwebstofffilterfeld der Klasse H13 zum Einbau. Die Luftwechsel werden hier entsprechend auf das hygienisch erforderliche Minimum reduziert.
Der Vorbereitungs- und der Aufwachraum sowie der Flur der OP-Abteilung, die Waschräume an den OP-Sälen sowie der sterile Bereich der zentralen Sterilisation erhalten gemäß DIN 1946-4 deckeneingebaute Dralldurchlässe mit endständigen H13-Filtern (Raumklasse I). Die Abluft wird diesen Räumen über Flusenabscheider in der Decke entnommen, die OP-Säle erhalten Flusenabscheider in den Wänden zur Narkosegasabsaugung sowie eine entsprechende Überströmung oberhalb der Türen.
Die übrigen Räume der OP-Abteilung und der zentralen Sterilisation erhalten deckeneingebaute Dralldurchlässe für die Zu- und Abluft.
Zur Realisierung der aus hygienischen Gründen erforderlichen Strömungsrichtungen und unterschiedlicher Anforderungen an die Raumlufttemperatur werden die verschiedenen Zonen über absperrbare VVS-Regler mit nachgeschalteten Schalldämpfern in der Lüftungszentrale versorgt. Die Zuluftkanäle erhalten hier einzelne Nacherhitzer.
Die Radiologie im Erdgeschoss erhält eine Teilklimaanlage der Raumklasse II und den Funktionen Filtern, Wärmerückgewinnung, Heizen, Kühlen und Befeuchten. Die Luftleistung beträgt ca. 7.000 m³/h.
Das Lüftungszentralgerät kommt in der Lüftungszentrale im Untergeschoss zur Aufstellung, über ein Kanal- und Rohrnetz erfolgt der Lufttransport in den Bereich und an Dralldurchlässe in den Abhangdecken.
Oben genannte gemeinsame Lüftungsanlage der Küche und des Speiseraums wird für die Sitzplätze in der Lobby mit einem Nacherhitzer und einem Kühlregister im Kanalnetz ausgestattet, um hier eine Teilklimatisierung zu ermöglichen. Über Motor-Absperrklappen besteht die Möglichkeit, den Bereich bei Nichtnutzung abzuschalten.
Die Luftverteilung erfolgt über Kanäle und Rohrleitungen aus verzinktem Stahlblech, die Flusenabscheider in den OP-Sälen werden in Edelstahl angeschlossen. Die projektierten Luftmengen werden über Volumenstromregler- und -konstanthalter mit nachgeschalteten Schalldämpfern sichergestellt.
Sämtliche Zuluftleitungen sowie die Abluftleitungen in der Zentrale werden mit Mineralwolle wärmegedämmt. Die Außenluft-führenden Kanäle werden mit Kautschuk-Platten dampfdiffusionsdicht isoliert.
Die Durchdringungen von Geschossdecken und Brandabschnittswänden werden durch Brandschutzklappen, bei Bedarf mit Motorantrieb, gegen die Übertragung von Feuer und Rauch gesichert.
Die Teilklimaanlagen werden auf die geplante Mess-, Steuer- und Regelungsanlage in DDC-Technik mit übergeordneter Gebäudeleittechnik (siehe Kostengruppe 480) aufgelegt.
Die Planung der Teilklimaanlagen erfolgt nach den einschlägigen Vorschriften, insbesondere der DIN 1946-4 (03/1999).
435 Kälteanlagen
Zur Kälteversorgung der Teilklimaanlagen und der direkt anzuschließenden Diagnosetechnik wird eine zentrale Anlage mit einer Kälteleistung von ca. 200 kW aufgebaut.
Die Kaltwasserverteilung aus der Technikzentrale im Untergeschoss zu den einzelnen Verbrauchern erfolgt in Stahlrohr, das mit einem Korrosionschutzanstrich und einer dampfdiffusionsdichten Isolierung aus Kautschuk-Schläuchen versehen wird.
An den einzelnen Regelgruppen werden Absperr- und Regulierventile, Drei-Wege-Regelventile und Anzeigearmaturen eingebaut, die entsprechend isoliert werden.
440 Starkstromanlagen
442 Eigenstromerzeugungsanlagen
Netzersatzanlage (NEA)
Der Anbau der Park-Klinik Manhagen erhält eine eigene Netzersatzanlage als Containeraggregat. Die Anlage wird in einem vorhandenen Container aufgebaut. Die darin enthaltene Netzersatzanlage ist mit einer elektrischen Leistung von 55 kVA zu klein, um den Anbau zu versorgen. Die vorhandene NEA wird demontiert.
Aufgrund der Leistungsbilanz ist eine Netzersatzanlage mit 120 kVA erforderlich.
Energiebilanz Sicherheitsstromversorgung (SV)
|
Verbraucher |
Leistung |
Gleichzeitigkeitsfaktor |
Erforderliche Leistung |
|
ZSV-Anlage (einschl. Verbraucher und Ladeteil/Wechselrichter) |
18 kVA |
0,75 |
13,5 kVA |
|
Drucklufterzeugung |
15 kVA |
1 |
15,0 kVA |
|
3 IT-Netze, je 5 kVA (Vorbereit., Aufwachr.) |
15 kVA |
0,5 |
7,5 kVA |
|
Steri |
40 kVA |
1 |
40,0 kVA |
|
Steckdosen/Geräte |
10 kVA |
0,8 |
8,0 kVA |
|
Küche |
20 kVA |
0,8 |
16,0 kVA |
|
USV-Anlage (Server) |
10 kVA |
0,8 |
8,0 kVA |
|
Beleuchtung UG: 6 kVA EG: 2 kVA 2. OG: 0,5 kVA Stff.-G.: 0,5 kVA |
10 kVA |
1 |
10,0 kVA |
|
Gesamt: |
118,0 kVA |
||
|
Gleichzeitigkeitsfaktor über alles |
g = 0,8 (24 kVA) |
||
|
Zwischensumme |
94,0 kVA |
||
|
Reserve 20 %/Rundung: |
26,0 kVA |
||
|
Erforderliche SV-Leistung: |
120 kVA |
||
ZSV-Anlage
Für die Versorgung der OP-Leuchten sowie der IT-Netze in den 4 OPs und dem Schockraum wird eine ZSV-Anlage mit einer Ausgangsspannung von 230 Volt und einer Überbrückungszeit von 3 Stunden vorgesehen.
Aufgrund der Energiebilanz ergibt sich eine elektrische Leistung von 15 KVA.
Energiebilanz Zusätzliche Sicherheitsstromversorgung (ZSV)
|
Verbraucher |
Leistung |
Gleichzeitigkeitsfaktor |
Erforderliche Leistung |
|
5 IT-Netze, je 5 kVA (OPs u. Schockraum) |
25,0 kVA |
0,4 |
10,0 kVA |
|
4 OP-Leuchten/Satellit |
1,6 kVA |
1 |
1,6 kVA |
|
Gesamt: |
11,6 kVA |
||
|
Reserve (Auslastung 70%): |
3,4 kVA |
||
|
Erforderliche ZSV-Leistung: |
15 kVA |
||
443 Niederspannungsschaltanlagen
Die elektrische Versorgung des Anbaus erfolgt aus eigenen Gebäudehauptverteilungen der allgemeinen Stromversorgung (AV) und Sicherheitsstromversorgung (SV). Die Einspeisung der Hauptverteilung AV erfolgt aus der vorhandenen Niederspannungshauptverteilung des Hauptgebäudes. Die Einspeisung der Sicherheitsstromversorgung erfolgt über die Gebäudehauptverteilung AV bzw. im Notstromfall über die Netzersatzanlage.
Die Gebäudehauptverteilung AV wird so aufgebaut, dass ein Blockheizkraftwerk netzparallel betrieben werden kann bzw. im Notstromfall zusätzliche Verbraucher des AV-Netzes versorgt.
Im Raum der Gebäudehauptverteilung AV wird eine Blindstromkompensation mit 4-Quadranten-Regler vorgesehen. Die Anlage wird für eine Kompensationsleistung von 100 kvar, schaltbar in 6 Stufen, ausgelegt.
Im Raum der ZSV-Anlage wird ein ZSV-Verteilerschrank für die Verbraucher des ZSV-Netzes vorgesehen.
444 Niederspannungsinstallationsanlagen
Die Verteilung der elektrischen Energie erfolgt ab Gebäudehauptverteiler AV sowie SV mit einem TN-S-Netz. Das Kabel- und Leitungsnetz wird halogenfrei vorgesehen. Die Verlegung erfolgt auf Kabelrinnen bzw. Steigeleitern. Die Qualität der Trassen entspricht den Anforderungen der MLAR.
Entsprechend den zu versorgenden Bereichen, sind Elektrounterverteilungen vorgesehen, aus denen die Endstromkreise eingespeist werden. Bei der Auslegung der elektrischen Versorgung werden die Abschaltbedingungen sowie Spannungsfall und Selektivität berücksichtigt.
Auf Grundlage der VDE 0100 Teil 710 werden die Schutzmaßnahmen entsprechend den zu versorgenden Raumgruppen berücksichtigt. In Räumen der Gruppe 1 werden Anlagen und Steckdosenstromkreise mit Fehlerstromschutzschaltern ausgestattet und in Räumen der Gruppe 2 werden IT-Netze eingesetzt. Bei den IT-Netzen kommen 1-polige Trenntransformatoren mit einer Leistung von 5 KVA zur Anwendung. Für die Antriebe der Anästhesie- und Chirurgieampeln kommt ein 3-poliger Trenntransformator mit einer Sekundärspannung von 230 Volt zum Einsatz. Alle Räume der Gruppe 2 erhalten Tableaus zur Überwachung der IT-Netze. In den 4 OPs werden Folientableaus eingesetzt, die das 230 Volt und 24 Volt IT-Netz überwachen sowie die Möglichkeit bieten, OP-Leuchten und Raumbeleuchtung zu schalten.
Für die Installationsgeräte kommt ein Standardflächenprogramm zum Einsatz. Die Installationen erfolgen vornehmlich unter Putz. In den Räumen der Gruppe 2 werden Steckdosen mit Spannungsanzeige vorgesehen.
445 Beleuchtungsanlagen
Die Beleuchtung des Anbaus wird entsprechend der DIN 5035 bzw. der DIN En 12 464-1 ausgelegt. In den Flurbereichen werden aufgrund der F30 Decken Anbauleuchten vorgesehen. In den Büros und Dienstzimmern kommen Leuchten mit BAP Raster zum Einsatz. Die OPs und Behandlungsräume erhalten Einbau-Reinraumleuchten der Qualität IP 65 bzw. IP 54. In der Eingangshalle sowie den Aufzugvorräumen werden Downlights vorgesehen. Ergänzend dazu sind in der Eingangshalle und der Lobby zusätzlich Stromschienen mit Strahlern und Pendelleuchten eingeplant.
446 Blitzschutz- und Erdungsanlagen
Planungsgrundlage für den Blitzschutz ist die DIN VDE 0185-305 (2006-10). Der Anbau erhält einen äußeren Blitzschutz der Blitzschutzklasse 2 mit einer Maschenweite von 10 x 10 Metern. Der Fundamenterder wird ebenfalls mit einer Maschenweite von 10 x 10 Metern geplant.
Der innere Blitzschutz wird als Überspannungsschutz mit Ableitern der Klasse B in den Hauptverteilungen sowie Ableitern der Klasse C in den Elektrounterverteilungen geplant. Der Überspannungsschutz wird ergänzt durch einen durchgängigen Haupt- und zusätzlichen Potentialausgleich.
449 Starkstromanlagen, Sonstiges
Versorgungsschienen Aufwachraum
Für den Aufwachraum werden Versorgungsschienen für Wandanbau vorgesehen, mit denen die Patientenversorgungen realisiert werden. Die Versorgungsschienen verfügen über Tragschienen, an denen zusätzliche medizinische Geräte befestigt werden können. Diese sind nicht Bestandteil dieser Planung.
RWA-Anlagen Treppenhäuser
Die beiden Treppenhäuser erhalten jeweils eine eigenständige RWA-Anlage, bestehend aus Zentrale, 2 Auslösetastern und Motor. Die automatische Auslösung der RWA-Zentrale erfolgt über die Brandmeldeanlage.
Steuerung für Sonnenschutz
Der Anbau erhält eine Zentrale für Sonnenschutzsteuerung mit zugeordnetem Windwächter und Lichtsensoren. Die Steuerung des Sonnenschutzes erfolgt manuell vor Ort sowie fassadenweise über die Zentrale. Die Kosten beinhalten, die Zentrale, die Motorsteuereinheiten sowie Anschlüsse, Jalousietaster und das Leitungsnetz.
Demontage und Interimsmaßnahmen
Die aufgeführten Kosten beinhalten erforderliche Maßnahmen an dem Anschlusspunkt des Anbaus bzw. der Abbruchkante zum Hauptgebäude.
450 Fernmelde- und informationstechnische Anlagen
451 Telekommunikationsanlage
Die Telefonverkabelung wird ab der Telefonzentrale in einer hochpaarigen Stammverkabelung ausgeführt. Diese wird in den geschossweise angeordneten LAN-Verteilern auf Patchfeldern der Kategorie 3 aufgelegt.
452 Such- und Signalanlagen
Lichtrufanlage
Der Anbau erhält eine Lichtrufanlage nach DIN VDE 0834. Die Anlage beinhaltet eine Gruppenzentrale. Die Versorgung erfolgt über einen Bus, an dem die Elektronikeinheiten der Zimmersignalleuchten angeschlossen sind. Von dort aus werden die Zimmer installiert, die jeweils mit Ruf- und Abstelltaster, Abstelltaster mit Steckkontakt und Birnentaster, Zugtaster sowie Abstelltaster ausgestattet sind. Über den Birnentaster kann die Beleuchtung am Bett geschaltet werden. In den Fluren der Bettengeschosse sind Großdisplays vorgesehen. Die Anlage erhält eine Schnittstelle, so dass Alarme der Brandmeldeanlage auf der Lichtrufanlage angezeigt werden.
Türsprech- und Klingelanlage
Die Außentüren an Haupt- und Nebeneingang sowie der Anlieferung erhalten eine Türsprech- und Klingelanlage mit Türöffnern.
453 Zeitdienstanlagen
Für das Gebäude wird eine Kleinhauptuhr auf Hutschiene und Funkempfänger vorgesehen. Die Gruppe 2 Räume (OPs, Vorbereitung, Schockraum und Aufwachraum) erhalten Nebenuhren mit Sekundenanzeige. Die Flure der Bettengeschosse erhalten jeweils eine doppelseitige Nebenuhr mit Wandausleger.
455 Fernseh- und Antennenanlagen
Für das Gebäude ist ein Antennenleitungsnetz vorgesehen, das über einen Breitbandkabelanschluss versorgt wird. Die Verteilung erfolgt aus dem Untergeschoss sternförmig auf Geschossverteiler, aus denen wiederum sternförmig die Bettenzimmer, Aufenthaltsräume und die Lobby versorgt werden.
456 Gefahrenmelde- und Alarmanlagen
Aufgrund der Baugenehmigung und des Brandschutzgutachtens ist das Gebäude mit einer flächendeckenden Brandmeldeanlage in 2 Meldeabhängigkeit auszustatten. Die Brandmelderzentrale wird im Erdgeschoss im Bereich des Empfangs angeordnet. Alarme werden auf eine ständig besetzte Stelle weitergeleitet. Dazu wird die Anlage mit der bestehenden Brandmelderzentrale des Hauptgebäudes vernetzt.
Zutrittskontrollanlage
Für die Zugangstüren von Funktionsbereichen, Technikzentralen und Dienstzimmern wird eine vernetzte Zutrittskontrollanlage vorgesehen. Die Anlage besteht im wesentlichen aus den Zentralkomponenten (Steuergeräte, Software, …) sowie den Türmodulen mit berührungslosen Lesern.
457 Übertragungsnetze
Datenverkabelung
Das Datenleitungsnetz wird innerhalb der Geschosse mit Kupferleitungen der Kategorie 7 aufgebaut. Diese werden in zugeordneten LAN-Verteilern auf Patchfeldern der Kategorie 6 aufgelegt. Die LAN-Verteiler werden über Lichtwellenleiterverkabelung mit den Servern im Dachraum des Gebäudes verbunden.
Der Aufbau des neuen Serverraumes im Dachraum erfordert eine neue LWL-Verkabelung zu den vorhandenen LAN-Verteilern des Haupthauses und der Verwaltung.
459 Fernmelde- und informationstechnische Anlagen, Sonstiges
Die aufgeführten Kosten beinhalten geforderte behördliche Prüfungen durch einen Sachverständigen sowie die Erstellung der Dokumentation.
470 Nutzungsspezifische Anlagen
472 Wäscherei- und Reinigungsanlagen
Die entstehenden Stationen erhalten Arbeitspflegekombinationen aus Edelstahl mit Steckbeckenspüler, Krankenhausausguss und großem Spülbecken. Die Steckbeckenspüler arbeiten nach dem Prinzip der thermischen Desinfektion. Ergänzend werden hier automatische Desinfektionsmittel-Zumischgeräte vorgesehen.
473 Medienversorgungsanlagen
Der geplante Anbau sowie ein Teil des Bestandsgebäudes erhalten neue Zentralen für die Versorgung mit medizinischer Druckluft und Sauerstoff. Aus Platzgründen werden in den Außenanlagen hierzu 2 wärmegedämmte 20‘-Container aufgestellt, die Einspeisung in das Gebäude erfolgt über erdverlegte Kupferrohrleitungen im Schutzrohr.
Entsprechend der DIN EN 737-3 erfolgt die Erzeugung medizinischer Druckluft über 3 Kompressoren, Sauerstoff wird in einem Kaltvergaser und 2 Flaschenbatterien vorgehalten.
Innerhalb der OP-Abteilung sind in den OP-Sälen Deckenversorgungseinheiten und im Aufwachraum Bettenversorgungsschienen anzuschließen und mit Entnahmestellen zu bestücken. Im Vorbereitungsraum sind Wandauslässe geplant. Genannte Räume erhalten Anschlüsse für Sauerstoff und medizinische Druckluft sowie zur Ableitung von Anästhesiegas und Airmotor-Fortluft.
Die Erweiterung der zentralen Sterilisation erhält Wandentnahmestellen für medizinische Druckluft zu Reinigungs- und Prüfzwecken.
Für die Diagnostik im Erdgeschoss sind Wandentnahmestellen für Sauerstoff und medizinische Druckluft vorgesehen, der dortige Schockraum wird an das Anästhesiegasfortleitungssystem angeschlossen.
Die Bettenzimmer erhalten Sauerstoff- und Druckluftanschlüsse an jedem Bett, die hier geplanten Bettenversorgungsschienen werden angeschlossen und bestückt.
Die Gasverteilung erfolgt in Kupferrohr in Sonderausführung, stations- bzw. zonenweise werden Ventilkästen mit Anzeige und Warnung vorgesehen. Das Anästhesiegasfortleitungssystem wird über Kupferrohrleitungen an die Fortluft der Lüftungszentrale im Untergeschoss angeschlossen.
Für die beschriebene medizinische Gasanlage wird ein elektronisches Warnnetz aufgebaut und auf die Gebäudeleittechnik aufgelegt.
479 Nutzungsspezifische Anlagen, Sonstiges
Im Bestand sind kleinere Demontage- und Umbauarbeiten erforderlich Zur Aufrechterhaltung des Betriebs sind Kostenansätze für Provisorien enthalten.
480 Gebäudeautomation
481 Automationssysteme
Für einen vollautomatischen Betrieb der geplanten Heizungs-, Lüftungs- und Teilklimaanlagen ist die Installation einer computergestützten Steuerung und Regelung vorgesehen. Neben der Automation erfasst das DDC-System Stör- und Alarmmeldungen aller betriebstechnischen Anlagen und leitet diese weiter.
482 Leistungsteile
Zur Aufnahme der Leistungsteile sind Schaltschränke als Standschränke in den Technikzentralen geplant. Die Verkabelung der Anlagen und Feldgeräte erfolgt im Wesentlichen in den Zentralen. Die in den Lüftungskanalnetzen erforderlichen Brandschutzklappen sowie die Ventilkästen der medizinischen Gasanlagen werden aufgeschaltet.
Um die geforderten Luftmengen und Druckverhältnisse sicherzustellen, ist vorgesehen, die Ventilatormotore mit Frequenzumrichtern auszustatten.
483 Zentrale Einrichtungen
Für die zentrale Bedienung der Steuerung und Regelung und die Anzeige von Stör- und Alarmmeldungen ist ein Leitrechner mit Bildschirm und Drucker vorgesehen. Neben den Heizungs-, Lüftungs- und Teilklimaanlagen können hier auch sämtliche übrigen betriebstechnischen Anlagen aufgeschaltet werden
540 Technische Anlagen in Außenanlagen
541 Abwasseranlagen
Das von den Dachflächen des Neubaus abzuleitende Niederschlagswasser soll auf ein auf dem Grundstück vorhandenes Biotop eingeleitet werden, das bereits die Dachentwässerung eines Großteils der vorhandenen Gebäudeteile aufnimmt.
Im 1. Bauabschnitt entstehen ca. 960 m² projizierte Dachfläche, die im 2. Bauabschnitt geplante Dachfläche von ca. 600 m² ist bei der Dimensionierung der Grundleitungen bereits berücksichtigt worden.
Das von den Flach- und Schrägdachflächen anfallende Niederschlagswasser wird über außen liegende Regenfallleitungen abgeleitet, in Grundleitungen im Erdreich DN 100 bis DN 200 zusammengeführt und an 2 Punkten in das vorhandene Biotop eingeleitet.
Die Regenfallrohre erhalten Standrohre mit Reinigungsöffnung. Die Grundleitungen im Erdreich sind als PP-Rohre geplant und werden zur Kontrolle und Reinigung über Betonschächte DN 1000 geführt.
Mit einer Abflusskennzahl von k= 0,7 ergibt sich ein Schmutzwasserabfluss von 10,1 l/s. Das unter der Gebäudesohle abgeleitete Schmutzwasser wird über Grundleitungen aus PP-Rohr bzw. KML-Rohr DN 150 außerhalb des Gebäudes in einer Hauptleitung DN 200 zusammengeführt. Das aus der Küche anfallende, fetthaltige Schmutzwasser passiert zuvor einen Fettabscheider NS 6 mit Schlammfang und integrierter Probeentnahme-Einrichtung.
Zur Kontrolle und Reinigung werden die Schmutzwassergrundleitungen über Betonschächte DN 1000 geführt und, aufgrund der Höhenverhältnisse, über eine neue Doppelpumpen-Hebeanlage an die auf dem Gelände vorhandene Schmutzwasser-Hebeanlage angeschlossen. Die von der Gemeinde Großhansdorf betriebene, vorhandene Hebeanlage fördert das Schmutzwasser über eine Druckleitung in den öffentlichen Schmutzwasserkanal in der Sieker Landstraße / L91.
542 Wasseranlagen
Zur Trinkwasserversorgung des Anbaus ist die Herstellung eines weiteren Hausanschlusses durch das Wasserversorgungsunternehmen erforderlich.
543 Gasanlagen
Zur Gasversorgung der neuen Wärmeerzeugungsanlage ist die Herstellung eines neuen Hausanschlusses durch das Energieversorgungsunternehmen erforderlich. Die im Bestand vorhandenen Hausanschlüsse werden stillgelegt.
545 Lufttechnische Anlagen
Für die Außen- und die Fortluft werden Edelstahltürme in den Außenanlagen auf der Nordseite der Technikflächen aufgebaut. Die Außenluft wird 3,0 m über Gelände angesaut, der Anschluss an die Lüftungszentrale erfolgt über glattwandige Erdkanäle.
Zur Kälteversorgung der Teilklimaanlagen und der direkt anzuschließenden Diagnosetechnik wird eine luftgekühlte Wasserkühlmaschine in schalloptimierter Ausführung mit integriertem Hydraulikmodul und einer Kälteleistung von ca. 200 kW in den Außenanlagen aufgestellt.
Über erdverlegte Fernleitungsrohre (verbundgedämmtes Stahlrohr) erfolgt der Anschluss an die Lüftungszentrale im Untergeschoss.
546 Starkstromanlagen
Die Kosten beinhalten die Verkabelung und erforderliche Erdarbeiten für die Anbindung der Netzersatzanlage sowie der abgesetzten Kältemaschine im Bereich des Parkplatzes.